Multiple Sklerose
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Aus unserer Sicht und aufgrund eigenen Patientengutes hat die Mehrzahl der PatientInnen mit MS schon vor Ausbruch der Akuterkrankung jahrelang vorher Symptome einer Halswirbelsäulen-instabilität (spätes Whiplash-Syndrom). Im Vordergrund stehen Kopfschmerz, Migräneattacken, nächtliche Schlafstörungen, Schwindelattacken, Tinnitus, morgendliche Nackenschmerzen usw. Derartige Instabilitäten führen lage-, erschütterungs- oder stauchungsabhängig zu chronischen und akuten Minderdurchblutungen des Hirns, insbesondere des Hirnstammes, des verlängerten Rückenmarkes und des Kleinhirns. Sehzentrum und Sehnerv können auch betroffen sein. Diese immer wiederkehrenden Durchblutungsminderungen lösen Zellzerstörungen aus. Zerstörte Zellen versucht der Organismus abzuräumen. Hierzu dienen Entzündungszellen. Die herkömmliche Therapie berücksichtigt durch Cortison- und Interferongaben nur die Entzündung. Die eigentliche Ursache – die HWS-Instabilität – wirkt jedoch weiter, falls sie nicht erkannt wird und unbehandelt bleibt. Diese zu erkennen macht eine ca. 90-minütige Befragung der Krankheitsvorgeschichte erforderlich. An Laboruntersuchungen sind all die Parameter nötig, die Hirnstörungen erfassen und für die Reparatur von Nervenscheiden (Myelin) erforderlich sind. Es sind z. B. das Hirnschrankeneiweiß S-100, die B-Vitamine 1, 2, 3, 5, 6 und 12, weiterhin Zink und Magnesium und andere Parameter wie Fettsäuren. Letztere sind auch sehr wichtig, da häufig die schützenden Ω3-Fettsäuren fehlen. Wir empfehlen den MS-Patienten unbedingt, vorherige, nicht ernst genommene Schäden der Halswirbelsäule durch Stauchung, Schleuderung, Gewalteinwirkung im Nacken-, Kopf-, Schulter- und HWS-Bereich zu hinterfragen und o. g. Analysen zu veranlassen. Durch Erkennung der auslösenden MS-Mechanismen ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten einer kausaleren Therapie. |

